Großes Ramadama im Westend

Allenthalben erwachen Frühlingsgefühle und wiedererweckte Kräfte werden zum aufmöbeln und vermöbeln genutzt. Grüne Oasen in der Stadt werden zurechtgestutzt (siehe Beitrag) und selbst verschmutzte Kleidung wird in Kauf genommen um das Viertel von Stöcken und Ästen zu befreien. Auch Fahrgemeinschaften werden gebildet um die CO2 Bilanz klimafreundlicher zu gestalten. Was in Grünwald ein grüner Daumen, ist im Westend gleich eine grüne Faust. Leider wurde weitere fachkundige Landschaftspflege im Westpark durch grüne Einsatzkräfte unterbunden.

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-BREAKING NEWS-

Es gibt neue Stöcke und Äste! Danke Niklas ..ähhh Nikolaos

Stöckchen

 

Was genau ist TTIP?

Heimlich, still und möglichst leise soll es entstehen. Uns wenns dann fertig ist, kann man leider nichts mehr ändern. Ist das rechtens? So weitreichende Veränderungen, die uns alle betreffen werden nach völlig  undemokratischen Prinzipien durchzusetzen?

Das frage ich mich seit längerem und habe daher beschlossen Antworten zu suchen. Und weil lesen manchmal so einsam ist gibt es am 23. April um 20 Uhr eine Veranstaltung zum Thema TTIP für alle die sich auch schon fragen was das ist und soll.

Dr. Ulrich Mössner von attac München steht uns als Experte zur Verfügung. Und der Kulturladen Westend, Ligsalzstrasse 44, bietet uns großartiger Weise einen Raum und lecker Bier. Mensch toll!

 

Tabula Rasa in der Kazmair-Heimeran Passage

Der Durchgang zwischen Heimeran- und Kazmairstraße nordöstlich der Feurwache wurde vor wenigen Tagen radikal kahlgeschoren. Wo uns früher blühende Landschaften erfreuten…

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… nun eine einsame Parkbank inmitten abgeholzter Flora und Fauna.

Ach ja, die Parkbank. Die war doch vorher bewohnt von diesem Obdachlosen. Was ist eigentlich aus dem geworden? Irgendwie ist das alles ganz komisch, dazu noch diese Markierungen auf den Bäumen. Wofür steht „E“? Exodus? Erase? Entfernen?

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Richtig spooky wird es dann mit den Postern, die dort jetzt statt des Obdachlosen das Viertel zieren. „Wir lassen Nichts als ein Lächeln zurück.“ Ähh, wie bitte? Also, mir läuft es da kalt den Rücken runter. What? Paranoia?

Ganz ehrlich, das würde mich wirlich interessieren, was und wer hinter dieser Aktion steckt. Schnelle suche im Netz war ohne Erfolg.

Infos, anyone?

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Infoabend zu den Planungen an der Theresienhöhe

Knallvoller Saal im Wirtshaus am Bavariapark. Echte Informationen allerdings Mangelware.

Google Screenie Theresienhöhe
Google Screenie Theresienhöhe

Geplant ist eine „Einkaufspassage“, was bedeutet, dass die aktuell bestehenden zwei Durchgänge von West nach Ost zu einer Passage zusammengelegt werden. Diese Passage wäre dann vermutlich von 8:00 – 22:00 Uhr geöffnet. Da das Wachpersonal für diejenigen wenigen, die nachts die Schaufenster ansehen wollen, zu teuer wäre.

Insgesamt beträgt der Gewerbefläche-Anteil auf dem Gelände 36.000 qm (zur Verdeutlichung: Pasing-Arcaden = 25.000 qm). Davon bleiben ca. 10.000 qm weiterhin in der Hand von Saturn. Die restliche Fläche soll auf bis zu 100 verschiedene Läden verteilt werden.

So sah es um 1965 auf der Theriesienhöhe aus
So sah es um 1965 auf der Theriesienhöhe aus

Auf jeden Fall klasse, dass sich diverse Investoren dem Projekt annehmen. Der aktuelle Unmut der Bewohner über den derzeitigen Zustand war deutlich rauszuhören.

Lieblingszitate:

„Wenn man von den 36.000 qm Gewerbefläche die 10.000 qm vom Saturn abzieht, bleibt ein geringer Anteil an Gewerbefläche übrig.“

Hä?

„Dann müssen die Bewohner des Westends nicht mehr ständig zu den Pasing Arcaden fahren!“

Aha, da hocken also die ganzen Westender die ganze Zeit!

„Die öffentlichen Flächen gehören ja nicht uns!“

Wie, echt?